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Du vermutest, dass dein Kind autistisch sein könnte — oder hast gerade eine Diagnose bekommen?

Ob du noch auf Antworten wartest oder die Diagnose gerade frisch ist — wir kennen beide Gefühle. Die Unsicherheit, die Fragen, manchmal auch die Angst. Aber du bist nicht allein. Viele Eltern in unserer Gruppe standen genau da, wo du jetzt stehst. Hier findest du eine Orientierung für deine nächsten Schritte.

Noch keine Diagnose?

Du bist dir nicht sicher, ob dein Kind autistisch sein könnte? Das ist völlig okay. Hier sind erste Schritte, die du schon jetzt gehen kannst — ganz ohne Diagnose.

A

Beobachten und dokumentieren

Schreib auf, was dir auffällt — Situationen, Reaktionen, Muster. Das hilft dir selbst beim Einordnen und später auch bei Arztgesprächen. Sprich deinen Kinderarzt oder deine Kinderärztin auf deine Beobachtungen an.

Frühe Anzeichen erkennen
B

Diagnostik-Wege kennen

Sozialpädiatrische Zentren (SPZ), Kinder- und Jugendpsychiater oder Autismusambulanz können eine Diagnostik durchführen. Die Wartezeiten sind oft lang (6–18 Monate) — melde dich frühzeitig an, auch wenn du noch unsicher bist. Eine Anmeldung verpflichtet zu nichts.

Diagnoseprozess verstehen
C

Hilfe gibt es auch ohne Diagnose

Viele Unterstützungsangebote stehen dir schon jetzt offen: Frühförderung, Ergotherapie, die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) und Erziehungsberatung. Du musst nicht auf die Diagnose warten, um Hilfe zu bekommen.

Anlaufstellen ansehen
D

Austausch suchen

Du brauchst keine Diagnose, um bei uns willkommen zu sein. In unserer Selbsthilfegruppe sind auch Eltern, die sich gerade im Verdachts- oder Diagnostikprozess befinden. Schreib uns einfach.

Kontaktiere uns

Wenn die Diagnose da ist — so geht es weiter

1

Durchatmen

Du hast Zeit. Eine Diagnose ist kein Notfall. Sie ist eine Erklärung, kein Urteil. Dein Kind ist immer noch dasselbe Kind wie gestern. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um das Gehörte zu verarbeiten. Es ist völlig okay, wenn du gerade nicht weißt, wie es weitergeht.

2

Verstehen

Was bedeutet Autismus eigentlich? Und was bedeutet es nicht? Es gibt viele Vorurteile und veraltete Bilder. Informiere dich aus vertrauenswürdigen Quellen und lass dich nicht von Klischees verunsichern.

Was bedeutet die Diagnose für mein Kind?
3

Rechte kennen

Deinem Kind stehen Unterstützungsleistungen zu. Pflegegrad, Nachteilsausgleich in der Schule, Schulbegleitung, Eingliederungshilfe — vieles davon ist nicht kompliziert, wenn man weiß wo man anfangen muss.

4

Unterstützung finden

In Nordwestmecklenburg gibt es Anlaufstellen, die dir helfen können: die Autismusambulanz, Ergotherapie, Verfahrenslotsen, die EUTB und mehr. Du musst nicht alles allein herausfinden.

Regionale Anlaufstellen ansehen
5

Austausch suchen

Andere Eltern verstehen dich ohne lange Erklärungen. In unserer Selbsthilfegruppe treffen sich fast 30 Familien aus dem ganzen Landkreis — monatlich vor Ort in Wismar und online. Melde dich über das Kontaktformular und wir laden dich zu unserem nächsten Treffen ein.

Kontaktiere uns
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Dein Kind stärken

In unserer Wissensdatenbank findest du 100 Fragen und Antworten — sortiert nach Lebensphasen, von Vorschule bis Erwachsenenalter. Praktisch, verständlich und aus Elternsicht geschrieben.

Zur FAQ-Wissensdatenbank

Du bist nicht allein. Schreib uns — wir melden uns innerhalb von 48 Stunden und laden dich zu unserem nächsten Treffen ein.