Grundschule
Was ist ein Nachteilsausgleich und wie beantrage ich ihn?
Ein Nachteilsausgleich ermöglicht es Ihrem Kind, sein Wissen zu zeigen, ohne durch autismusbedingte Barrieren behindert zu werden. Die fachlichen Anforderungen bleiben gleich.
Beispiele für Nachteilsausgleiche
Zeitliche Anpassungen
- Mehr Zeit bei Klassenarbeiten (z.B. 25-50% mehr)
- Zusätzliche Pausen während Prüfungen
- Flexible Abgabefristen bei Projekten
Räumliche Anpassungen
- Separater, reizarmer Raum für Prüfungen
- Fester, optimaler Sitzplatz im Klassenzimmer
- Rückzugsmöglichkeit bei Überlastung
Methodische Anpassungen
- Schriftliche statt mündliche Prüfungen (oder umgekehrt)
- Laptop/Tablet statt Handschrift
- Klar strukturierte Aufgabenstellungen
- Weniger Aufgaben bei gleicher Schwierigkeit
Hilfsmittel
- Gehörschutz erlaubt
- Fidgets und Stressbälle
- Unterstützung durch Schulbegleitung
Wichtig zu wissen
Der Nachteilsausgleich wird NICHT im Zeugnis vermerkt. Ihr Kind erhält ganz normale Noten.
So beantragen Sie
- Schriftlicher Antrag an die Schulleitung
- Diagnose und Ãrztliche Stellungnahme beifügen
- Konkrete Massnahmen vorschlagen
- Gespräch mit der Schule führen
- Schriftliche Vereinbarung einfordern
Passende Hilfsmittel
Konkrete Produktbeispiele und Evidenz-Infos findest du auf unserer Hilfsmittel-Seite:
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